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Hundetagebuch [16] - Praxistest Aboistop
von J.Overmeier
Ein Hund hat seine Stimme zum Bellen, aber erklären Sie das
mal den Nachbarn! Unser verzweifelter aber erfolgreicher Versuch das
Bellen abzuerziehen.
Ein Problem, dass sich bei Lilli in den letzten Monaten verstärkt
hatte, war das Bellen. Egal, welche Gelegenheit sich ihr bot, sie schlug
an und hörte nicht mehr auf. Ob es nun der Postbote war oder ein
umknickender Grashalm, alles lieferte ihr einen Grund, ihre kräftige
Stimme jedermann hören zu lassen. Ganz besonders schlimm war es,
wenn es an der Wohnungstür klingelte. Kaum ertönte die Klingel,
schon schoss sie wild bellend an die Tür und diese ließ sich
dadurch kaum öffnen, Leute die direkt davor standen erschreckten
sich, ganz zu Schweigen von den Nachbarn, die sich vom Gebell gestört
fühlten.
Also was tun?
Eine allererste Maßnahme war, Lilli zu vermitteln, dass sie nicht
zur Tür rennen durfte. Mit Hilfe einer Nachbarin, die geduldig
klingelte und dem immer wieder zurück Verweisen auf ihren Liegeplatz,
hatte Lilli diese Lektion in kürzester Zeit gelernt. Aber das Bellen
verschlimmerte sich durch den Umstand, den "Eindringling"
nicht begrüßen zu dürfen.
Mehrere Anfragen in diversen Hundeforen und bei Hundetrainern ergaben,
dass man nicht laut rufen sollte, sondern den Hund ignorieren oder ihm
die Schnauze zu halten sollte, mit dem leisen Verweis ruhig.
Gesagt getan, mit dem Ergebnis: kein Erfolg!
Lilli ließ sich nicht beirren, trotz leisen Redens mit ihr und
Belohnung nach erfolgreichem Nichtbellen, kaum klingelte es rein zufällig,
saß sie auf ihrer Decke und kläffte wild.
Sieht man nun den Umstand, dass in unserem Haushalt zwei Kleinkinder
leben, dann sollte man verstehen, dass für ein Intensivtraining
über Tage die Zeit und die Nerven fehlten. Auch ist es nicht besonders
prickelnd, wenn es in der Mittagszeit bimmelte und meine Kleinste durch
das Gebelle aus dem Mittagsschlaf gerissen wurde.
Aus dem Bekanntenkreis hörte ich dann von einem Antibellhalsband,
das mit Luftstößen das Bellen unterbinden sollte. Ein Besuch
in einem Tierladen einer großen Handelskette ergab, dass man sich
ein solches dort leihen konnte. Das wollte ich natürlich ausprobieren.
Allerdings ließ die Begeisterung Zuhause nach, denn das Halsband
war sehr schwer und klobig, der Zitronenduft der Luftstöße
unerträglich und auslösen konnte es schon das Schütteln
der Ohren! Ich hab es direkt zurückgebracht, denn Lilli sollte
ja ihre Ohren schütteln dürfen.
Kurzerhand rief ich bei der Vertriebsfirma hier in Deutschland an und
erfuhr, dass es sich bei diesem Halsband um eine veraltete Version handelte.
Die neue Version war kleiner und leichter und das Auslösen erfolgte
einzig durch die Bellfrequenz. Der Zitronenduft ließ sich auch
hingegen der Aussage des Tierladenpersonals gegen ein geruchloses Spray
tauschen.
So kamen wir also in den Besitz eines Dynavet Aboistop-Erziehungshalsbands.
In den ersten Tagen trug Lilli das Halsband ohne Inhalt und Batterie,
so dass sie den Luftstrom nicht damit in Verbindung bringen konnte.
Danach trug sie es einsatzbereit um den Hals und es ließ sich
auch nicht lange darauf warten, bis es zum Einsatz kam.
Es klingelte, Lilli bellte und das Halsband gab seinen ersten unschädlichen
Spraystoß ab. Lilli erschreckte sich enorm und wollte direkt eine
Etage tiefer flüchten gehen, in ihren Korb im Schlafzimmer. Ich
ignorierte diese Reaktion und öffnete die Tür kein
Bellen, kein Knurren.
So ging es zwei, drei Mal, danach unterließ Lilli das Anschlagen
komplett und wurde ausgiebig für dieses Verhalten gelobt. Auch
andere Kläffereien im Garten oder Rumgejaule beim Autofahren wurden
durch dieses Halsband abgewöhnt. Mittlerweile ist sie sogar so
weit, dass sie auch ohne das Halsband nicht mehr bellt.
Ich kann dieses Halsband nur weiterempfehlen, da es völlig schmerzlos
und ungefährlich ist. Es bestehen keinerlei Risiken von Verbrennungen
oder Veränderung des Spürsinns. Weitere Informationen finden
Sie in meinem Artikel über unerwünschtes Bellen.
Lesen Sie hier einen weiteren
Erfahrensbericht mit dem Master Plus Erziehungshalsband, das ebenfalls
mit dem Luftstromprinzip arbeitet.
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Kontakt zur Autorin:
E-Mail : Jennifer.Overmeier@gmx.de
Homepage: http://www.tierheim-bottrop.de/