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Hundetagebuch [1]: Ein paar Worte vorweg ...
von J.Overmeier
Bereits Heinz Rühmann sagte: "Man kann ohne Hund leben,
aber es lohnt sich nicht." Wie es dazu kam, dass sich Familie Overmeier
einen neuen Hund suchte.
Vier Jahre hat er uns als treuer Freund begleitet, beschützt und
geliebt. Alt ist er geworden, hat so manchem jungen Hund noch was vorgemacht
mit seiner Fitness und das mit fast 13 Jahren.

Manchmal ist das Leben wirklich ungerecht, da wird ein lauf- und bewegungsfreudiger
Hund so alt, organisch ist alles tip top und dann bekommt er einen Bandscheibenvorfall.
Leider war dieser medikamentös nicht mehr zu behandeln und eine
Operation wäre nicht vielversprechend gewesen. So sahen wir uns
schweren Herzens dazu gezwungen, unseren Charlie von seinem Leiden zu
erlösen.
Wir hatten uns immer geschworen, dass unser Dicker nicht unnötig
leiden soll. Die Medikamente schlugen anfangs recht gut an, aber dann
bekam er einen Rückfall. Er konnte nur unter Schmerzen aufstehen
und selbst dazu musste man ihn animieren. Wir versuchten ein neues Medikament,
aber auch das half nicht. Er lag nur noch auf seinem Kissen und schaute
uns aus großen Augen an.
Nachts winselte er mich aus dem Schlaf, um in den Garten gelassen zu
werden, nicht mehr im Stande sein Bein zu heben, alles unter sich lassend.
Das war der Punkt, an dem ich es nicht mehr ertragen konnte.
Ich lasse meine Tiere auf dem letzten Weg nicht im Stich und versuche
es so angenehm wie möglich zu gestalten. Für uns stand fest,
dass der Tierarzt zu uns rauskommen musste, um Charlie den Stress der
Tierarztpraxis zu ersparen. Vorab bekam er ein Medikament zur Beruhigung
und er döste so in meinem Schoß der erlösenden Spritze
entgegen. Leider, und das mache ich mir immer wieder zum Vorwurf, konnten
wir ihm beim Einschläfern den Maulkorb nicht ersparen. Seine Angst
vor Fremden war so groß, dass er in dieser Situation noch einmal
alle Kräfte mobilisierte und auffuhr.
Alles in allem ist er dann doch friedlich eingeschlafen. Wir haben
die ganze Zeit mit ihm geredet und ihn gestreichelt. Selbst die Tierärztin
konnte die Tränen nicht zurückhalten.
Charlie widerlegte in vielen Punkten das schlechte Image eines Tierheimhundes.
Er war seiner Familie treu ergeben, gehorchte aufs Wort (manchmal auch
aufs Zweite) und hatte eine große Auffassungsgabe. Nun gut, er
mochte keine Fremden, aber das wusste wir als Halter und gingen entsprechend
damit um.
Sein Tod hinterließ eine große, nie wieder verschließbare
Lücke in unserer Familie - wie sollte das Leben ohne Hund bei uns
aussehen?
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lilli
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Kontakt zur Autorin:
E-Mail : Jennifer.Overmeier@gmx.de
Homepage: http://www.tierheim-bottrop.de/